Geht nicht? Gibt’s nicht – Die „Selbsthilfegruppe“ der Bambini „B“ zu Gast bei den PIRANHAS in Rostock

Am Samstagmorgen den 03.03.2018 um 07:30 Uhr fand für die Jungs der Bambini „B“ unserer SG Hannover/Wedemark das Turnier mit der weitesten Anreise im Ligabetrieb statt. Unser Weg führte uns nach Rostock – zu den kleinen PIRANHAS. Einige von uns sind bereits am Freitag losgefahren und haben dort übernachtet. Die Masse begab sich aber erst am verdammt frühen Samstagmorgen auf den Weg in die Küstenstadt.

Unsere Gegner bei diesem Turnier waren:

  •  HSV „B“ aus Hamburg
  • Young Weserstars „B“ aus Bremen
  • Adendorfer EC
  • Bambini „C“ unserer SG Hannover / Wedemark
  • Piranhas „B“ aus Rostock.

Wir trafen uns gegen 06:30 Uhr an der Eishalle und gingen erst einmal auf Kabinensuche. Diese war zügig gefunden und so bezogen wir eine verhältnismäßig geräumige Kabine, welche wir uns mit unseren Freunden der Bambini C unserer Spielgemeinschaft brüderlich teilten. Wir sortierten unsere Sachen, packten die Taschen ordentlich hin und zogen zum Aufwärmen wieder ab nach draußen. Unser Betreuer jagte uns, wie schon in Braunlage mit ein paar sportlichen Einlagen einmal durchs Stadion. Und weil das den Jungs der Bambini C wohl ganz gut gefiel, machten sie gleich mit. Anschließend ging es zum Umziehen wieder in die Kabine. Unser Betreuer und seine heute ausschließlich männlichen Gehilfen in den Personen von Johann Nikolaus und Eugen Schneider trieben uns förmlich in die Klamotten und so waren wir recht flott einsatzbereit auf dem Eis. Auf einen Trainer mussten wir dieses Mal leider verzichten. Coach Julian Philipp machte seinen Trainerschein Teil Zwei und ein anderer Trainer war nicht verfügbar. Egal. Die Devise lautete also – in die Hände gespuckt und selber gemacht. Folglich gesellten sich Betreuer Niels und sein Geselle Johann mit zu uns auf das Eis und coachten uns durchs Turnier.

Unser erstes Spiel bestritten wir gegen die Hausherren aus Rostock. Mit diesem Team hatten wir es vor kurzem in Braunlage schon einmal zu tun. Während in Braunlage die Fronten recht schnell geklärt waren und wir die kleinen Piranhas gut im Griff hatten, gestaltete sich das am heutigen Tage etwas schwieriger. Die gefräßigen Fische hatten den Vorteil, dass sie ausgeschlafen waren und Heimrecht hatten. Wir mussten uns daher erst einmal kurz schütteln, ins Spiel finden, einen Gang zulegen und die eine oder andere Angriffswelle über uns ergehen lassen. Das Glück war zu diesem Zeitpunkt mit uns und so kassierten wir während der Rostocker Sturm- und Drangphase keinen Gegentreffer. Wir kamen immer besser ins Spiel. Die Aufgabenverteilung in unseren beiden Reihen war, nicht immer zur Freude von uns Spielern, klar verteilt. Jeder wusste, was er zu tun hatte und nachdem auch klar war, dass wir für unser Team spielen, zappelte der Puck dann auch endlich im Fangnetz der Fische. Und er tat es nicht nur einmal, sondern zur Sicherheit mehrfach. Da war der Rostocker Ehrentreffer ganz gut zu verkraften und nach 15 Minuten hatten wir unser Spiel auch dank der Aufmerksamkeit und Fangfreudigkeit unseres Ersatzgoalies Niki, welcher für unsere kranke Goaliene Lina eingesprungen ist, gewonnen.

Wir wechselten das Spielfeld und warteten auf unseren nächsten Gegner – die Jungs vom HSV aus Hamburg. Mit dieser Mannschaft hatten wir bereits des Öfteren zu tun und konnten uns recht zügig auf die Spielweise einstellen. Es entwickelte sich eine flotte Partie auf Augenhöhe. Trotz der Mehrbelastung unserer Spieler, welche eine komplett fehlende dritte Reihe kompensieren mussten, konnten wir sehr gut mithalten und es zeigte sich, dass wir über eine durchweg gute Kondition verfügten. Aus beiden Reihen heraus wurden in dieser Partie die Tore erzielt. Diese entstanden, wie schon im ersten Spiel, vorrangig durch ein gut funktionierendes Passspiel und weniger durch Einzelaktionen. Da uns das Schießen der Tore etwas leichter fiel als dem Team vom HSV, konnten wir am Ende auch hier einen Sieg für uns verbuchen. Zwischenfazit – es lief…

Wir verblieben auf dem Spielfeld und trafen im nächsten Spiel auf die Stars von der Weser aus Bremen. Vor dem Spiel gab es noch einmal wärmende Worte vom Betreuer und eine klare Richtungsvorgabe. Der Sturm geht auf das gegnerische Tor und die Deckung unterstützt den Goalie, dass die Bude sauber bleibt. Nun ja – in der Theorie ist vieles einfach. In der Praxis ist es manchmal schwer, sich ein- oder unterzuordnen und im Sinne der Sache zu agieren. Da kann man auch schon mal vergessen, dass selbst der Trainer immer sagte: „zwischen der Verteidigung und dem eigenen Tor darf nie ein Gegenspieler sein.“ So schossen wir nach vorne zwar die Tore, vergaßen aber teilweise sträflich die Absicherung nach hinten und kassierten durch Konter die unliebsamen Gegentore. Die kritischen Worte des Betreuerteams ließen folglich auch nicht lange auf sich warten. Geschmeckt hat uns die Kritik auch nicht. Also schossen wir noch schnell ein Tor mehr als der Gegner, zählten die letzten zehn Sekunden runter und hatten den dritten Sieg im Sack.

Da wir ordentlich Hunger bekommen hatten, ging es erst einmal ab in die Pause. Es gab Obst und Gemüse von der Platte und als Nachtisch eine Auswertung der bisherigen Spiele, sowie neue Anweisungen für die letzten beiden Spiele. Gestärkt ging es nach zwanzig Minuten wieder aufs Eis.

Spiel Nummer vier bestritten wir gegen den Adendorfer EC. Wir spielten zügig nach vorn und hatten den Gegner sehr gut unter Kontrolle. Von Müdigkeit oder fehlender Kraft war nichts zu merken. Erneut wurden viele gute Pässe gespielt. Beide Reihen hatten sich gut eingespielt und unsere zweite Reihe störte es nicht wirklich, dass sie immer wieder mal durch gewürfelt wurde und jeder Spieler von Spielminute zu Spielminute eine andere Aufgabe inne hatte, weil eben nicht nur vier, sondern fünf kleine Kufencracks spielhungrig waren. Das Spiel entwickelte sich hauptsächlich in eine Richtung – in Richtung des Adendorfer Tores. Ausnahmen bestätigten die Regel. Jaja – die Arbeit in der Abwehr ist halt manchmal unbeliebt und mit ihr ist auch augenscheinlich kein Ruhm zu holen. Aber sie muss gemacht werden, denn sonst gibt es Gegentore. Und auch wenn es nicht viele waren, so waren sie doch unnötig. Ein kurzes Wachrütteln durch die Betreuer half aber. Wir besannen uns auf das Wesentliche, schossen noch ein paar Tore und – gewannen erneut unser Spiel.

Unser letztes Spiel des Turnieres ging gegen das Team der Bambini „C“ unserer SG Hannover / Wedemark. Eigentlich eine unliebsame Begegnung, mussten wir doch gegen unsere eigenen Freunde antreten. Wir versuchten, das Beste daraus zu machen, nahmen einen Gang raus und brachten die Partie vernünftig zu Ende. Das Ergebnis aus der Partie war unterm Strich so, dass wir uns auch in Zukunft alle noch in die Augen schauen können und uns lieb haben.

Nach diesem Spiel war unser Turnier zu Ende und es ging für uns als Turniersieger zur Siegerehrung. Jeder bekam eine Urkunde, eine Medaille und eine Würstchenmarke. Danach ging es zum Umziehen, Würstchen essen und dann ab nach Hause.

Neben den fünf Siegen nehmen wir aus dem Turnier noch etwas mehr mit nach Hause: Ein gutes Team agiert nicht nur nach vorn, sondern macht auch hinten seine Sache gut. Mit und für das Team zu kämpfen ist erfolgreicher, als als Einzelkämpfer allein sein Glück zu versuchen. Und für die Sache muss man auch mal Aufgaben im Team übernehmen können, die zwar weniger populär, aber trotzdem wichtig sind.

Die Tore für unser Team schossen: Tom Nikolaus, Moritz Eichhorn, Fynn Hafner, Jonas Karch, Leon Hakelberg, Till Schulz, Florian Brandrick

Weiter geht es für uns am 11.03.2018 bei den Heidschnucken in Adendorf.

Es spielten:
Tor: Niklas Karch
Feld: Fynn Hafner, Tom Nikolaus, Moritz Eichhorn, David Schneider, Niclas Isaak, Jonas Karch, Leon Hakelberg, Florian Brandrick und Till Schulz
Trainer: Wer oder was ist das?
Betreuer: Niels Eichhorn – unterstützt durch Eugen Schneider und Johann Nikolaus

PS: An die beiden Letztgenannten geht ein ganz besonderer Dank – Outstanding Job Jungs! – NE