Im Wald und auf der Heide

Schon 1816 dichtete Wilhelm Bornemann in seinem Volkslied: „Im Wald und auf der Heide, da such ich meine Freude…“ und genau das machte an diesem Sonntag, dem 22. Oktober, auch das U10 A-Team der SG Hannover/Wedemark beim Turnier in Adendorf. Denn nachdem die Wecker durchschnittlich wieder mal gegen 3.30 Uhr geklingelt hatten, ging es nach ein paar Autobahnkilometern ab Soltau bei völliger Dunkelheit – Neumond und Wolken taten ihr Übriges – tatsächlich durch Heide und Wald bis zum Walter-Maack-Eisstadion vor den Toren von Lüneburg.

Da die Adendorfer Halle nur über wenige Umkleidekabinen verfügt, ging es nicht wie üblich gegen fünf andere Teams, sondern mit dem HSV „A“, den Bremer Weserstars „A“ und dem Adendorfer EC „A“ nur gegen drei verschiedene Gegner, dafür aber gegen jedes Team zwei mal.

Gecoacht wurde das Team diesmal von Brad Bagu und Ron Fischer, die sich – wie auch vor 14 Tagen – entschieden zwei feste 5er-Blöcke zu bilden, bei denen immer ein Spieler pausierte. Bei der Zusammensetzung der Blöcke wurde auf Kontinuität geachtet und es gab im Vergleich zum letzten Turnier nur eine einzige Umstellung. So rutschte die #3 Klaas Kipper in den ersten Block zu # 10 Leon Hackelberg, #13 Jonas Karch, # 14 Timo Knackstedt und # 23 Phillip Böttcher, wohingegen  die # 17 Erik Warendorf diesmal zusammen mit #4 Emil Köweker, #7 Till Schulz, #19 Anthony Bagu und #22 Björn Schörnig auf’s Eis ging. Im Tor wechselten sich wieder #1 Thilo Wahle und #2 Wayne Katzenberger ab.

Während Teambetreuerin Carmen Wartenberg sich um die Formalitäten kümmerte, machten beide Coaches die Jungs körperlich „warm“ und mental „heiß“ auf die bevorstehenden Spiele, während sich die müden Eltern eher am frischen Kaffee labten und die kleinen Geschwisterkinder in Wolldecken warm hielten.

Dann ging es aber endlich los und der erste Gegner waren die Bremer Weserstars, die man in der Vorbereitung deutlich bezwingen konnte. Umso überraschender, dass die Bremer zügig loslegten und mit einer der ersten Möglichkeiten direkt in Führung gingen. Unsere Jungs schüttelten sich aber nur einmal kurz und dann nahm vor allem der zweite Block, angeführt von der überragenden #22 Björn, das Heft in die Hand und markierte durch die #4 Emil, die #7 Till und zweimal die #22 Björn nicht nur vier eigene Treffer, sondern erzwang auch noch ein Eigentor der Bremer. Damit war die Partie gedreht und am Ende erzielte auch der erste Block durch die #14 Timo noch einen Treffer, nachdem kurz zuvor die #3 Klaas noch am Pfosten gescheitert war. Der Start ins Turnier war also mehr als gelungen.

Nun folgte mit dem Team des HSV ein Gegner, gegen den man schon vor 14 Tagen ein sehr intensives und körperliches Spiel bestritten hatte. Und wie in Farmsen war es auch diesmal ein Fight auf Augenhöhe, in dem die beiden Mannschaften im wahrsten Sinne des Wortes um den Sieg rangen. Dabei arbeiteten alle Spieler sehr stark in der Defensive und unsere #1 Thilo entschärfte mehrere Hochkaräter der Hamburger. Und dann setzte unsere # 10 Leon sogar nach vorne den vielleicht entscheidenden Nadelstich und versenkte den Puck zur Führung im Kasten des Gegners. Die Hamburger warfen nun wirklich alles nach vorne, unser Team stemmte sich aber ebenso mit ganzer Kraft gegen den Ausgleich. Leider fiel dieser in Form eines fulminanten Schusses in den Winkel, der wirklich unhaltbar war, dann doch noch, so dass am Ende ein ausgeglichenes Spiel auch ein ausgeglichenes Ergebnis hatte. Positiv erwähnenswert war in diesem Spiel aber auch die Schiedsrichterleistung! Ein Spieler des HSV, der auch schon beim letzten Turnier durch wirklich rohes Spiel aufgefallen war, teilte von Beginn an bei praktisch jedem Körperkontakt Checks mit dem Schläger oder dem Ellenbogen aus. Der Schiri ermahnte ihn direkt mehrfach, führte dann ein Gespräch mit dem Trainer und als all das keine Auswirkung hatte, stellte er ihn konsequent zweimal Eis. Gerade weil bei den Jüngsten der Spielfluss und die Freude am Spiel im Vordergrund stehen sollen, ist es umso wichtiger absichtlich unfaires Spiel auch zu unterbinden!

Im letzten Spiel vor der Pause ging es dann gegen das Team des Gastgebers des Adendorfer EC, die sich sofort deutlich stärker als beim letzten Aufeinandertreffen präsentierten und immer wieder Chancen erarbeiteten. Das lag vielleicht auch daran, dass unser Team nicht mehr so konsequent verteidigte wie im vorangegangenen Spiel, mehr den Weg nach vorne suchte und dabei immer wieder auch leichtsinnig agierte, aber auch einfach daran, dass die Adendorfer eine wirklich starke Vorstellung ablieferten. So bekamen wir nie wirklich Zugriff auf das Spiel und Adendorf setzte immer, wenn es etwas enger zu werden schien, einen weiteren Treffer. Kurz vor Schluss fiel die Entscheidung, als der Puck zum dritten in unserem Netz lag und Adendorf verdient gewonnen hatte.

Nun ging es erstmal in die Pause, bevor dann die Rückrunde an stand, in der man vielleicht auch die erste Niederlage am heutigen Tag würde wettmachen können!? Mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlagen ging es also mal wieder mit ausgeglichenem Punktekonto in die Obhut von Betreuerin Carmen und an die Obstteller. Trainer Brad Bagu nutzte diesmal die Pause um darüber zu sprechen, wie sich die Jungs im Zweikampf besser verhalten können und stellte sie natürlich auf den nächsten Gegner ein.

Dieser Gegner waren dann die Bremer Weserstars, mit denen man sich auch die Umkleidekabine teilte. Entweder hatten die Bremer dort gut gelauscht oder sich selber eine neue Strategie zurechtgelegt. Auf jeden Fall waren sie im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen deutlich verbessert, machten ordentlich Alarm und beschäftigten unseren Keeper doch häufiger als ihm lieb war. Hatte in der ersten Turnierhälfte noch unser zweiter Block deutlich effektiver agiert, so setzte nun endlich auch der erste Block deutliche Akzente. Das Zusammenspiel klappte nun besser und nachdem unsere #23 Phillip den ersten Treffer markiert hatte, baute unsere #13 Jonas, als er Torwart und Verteidigung der Bremer hinter dem Tor einmal umkurvte, den Vorsprung mit einem sehr schönen Bauerntrick aus. Nachdem zwischendurch die #10 Leon nur die Latte streifte und die wieder starke #23 Björn einen weiteren Treffer erzielte, nutze #13 Jonas eine weitere Torchance und erzielte seinen zweiten Treffer. So wurde auch das zweite Aufeinandertreffen klar gewonnen, auch wenn Bremen deutlich mehr Gegenwehr zeigte und oft an unserer #1 Thilo scheiterte, der sich den ersten „shoot out“ des Tages sicherte.

Nun ging es wieder gegen den HSV und das zweite Spiel begann dort, wo das erste aufgehört hatte. Ein intensives, körperliches, diesmal aber von allen fair geführtes Spiel, wogte immer wieder hin und her. Viel Kampf vor beiden Toren, immer wieder Schusschancen, die durch beherzte Defensivaktionen am Ende vereitelt wurden. Beide Teams schenkten sich nichts und vor allem war kein Team mit dem Unentschieden zufrieden. Ein Sieg sollte her! Beim letzten Wechsel musste unser erster Block zuerst noch einen Angriff des HSV abwehren, bevor man dann selbst noch mal mit letzter Kraft Druck aufbaute und als unsere #3 Klaas nach einem ordentlichen Forechecking dem Hamburger Verteidiger den Puck abnehmen konnte und auf seinen Sturmpartner #13 Jonas passte, fackelte dieser nicht lange und versenkte 5,6 Sekunden vor Spielschluss den Puck im HSV-Gehäuse! Nachdem der Torschütze bejubelt und die Schlusssirene ertönt war, wurde unser Keeper #2 Wayne unter seinen Mitspielern „begraben“, denn ohne den „shoot out“, den auch er sich jetzt sicherte, hätte das Spiel nicht gewonnen werden können.

Im letzten Spiel des Turniers ging es noch mal gegen das Heimteam aus Adendorf und da wollte man aus der Vorrunde ja noch etwas gut zu machen. Und mit einem Sieg hätte man sich auch in der inoffiziellen Gesamtwertung an die Spitze schieben können. War man im ersten Spiel noch etwas schwächer als die Adendorfer, so hielt unser Team jetzt voll dagegen und erarbeitete sich auch immer wieder eigene Chancen. Und #1 Thilo hielt mit tollen Paraden seinem Team alle Optionen offen. Nach einem Puckverlust im Aufbau musste er dann allerdings doch einmal hinter sich greifen und nun war der Druck auf unser Team wieder größer. Dadurch ging der Faden etwas verloren und statt einem überlegten Zusammenspiel gab es wieder mehr Einzelaktionen, die leider keinen Erfolg brachten. Unsere #3 Emil knallte den Puck zwar noch mal an den Pfosten und der Adendorfer Keeper musste noch mehrere unserer Schüsse entschärfen, am Ende gelang aber leider kein Treffer mehr, so dass man an diesem Tag den Adendorfern zweimal zum Sieg gratulieren musste. Nach diesem letzten Spiel des Tages holten die Coaches ihr Team noch mal auf dem Eis zusammen, lobten für das Turnier im Gesamten, äußerten aber auch ihre Kritik am letzten Spiel deutlich. Beides gehört auf jeden Fall dazu.

Nach dem Herbstcup und dem ersten Saisonturnier in HH-Farmsen fiel vor allem auf, dass besser positionierte Mitspieler noch häufig übersehen und die Größe des Spielfeldes nicht immer genutzt wurde – „Rudelbildung“. In Adendorf konnte man erfreulicherweise in beiden Bereichen aber schon deutliche Fortschritte feststellen. Da sieht man die gute Trainingsarbeit! Vor allem der zweite Block zeigte ein gutes Zusammenspiel, hier vor allem unsere #22 Björn, der immer ein Auge für den Mitspieler hat, neben seiner Assistfähigkeit aber auch selber drei Tore markierte. Schön war auch die positive Kommunikation mit den Nebenleuten, die insgesamt im Turnier zwischen unseren Jungs zu bemerken war.

Weiter geht es schon in sechs Tagen beim Turnier in Braunlage, dass diesmal aber erst um 16.30 Uhr beginnt. Schauen wir mal, ob den Jungs diese ungewöhnliche Zeit etwas entgegen kommt, wie sie sich erstmals in dieser Saison gegen die Harzer Falken schlagen und ob wir diesmal den Adendorfern ein Schnippchen schlagen können. ^^JK

2017-11-09T14:54:11+00:00 24.10.2017|

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