Wir haben noch lange nicht genug – die SG Hannover/Wedemark zu Gast bei den Kobras in Dinslaken

Diese Zeile aus dem gleichnamigen Lied der Böhsen Onkelz können wir im Moment sprichwörtlich auf uns anwenden. Am vergangenen Wochenende, vom 24.03. bis 25.03.2018 waren wir mit einer Mischung aus all unseren Bambini Mannschaften, unterstützt von Gastspielern der „Halle Saale Bulls“, Teilnehmer beim 2. Sparkassen Bambini Cup, welcher von den Kobras in Dinslaken ausgerichtet wurde. Neun Teams traten gegeneinander an und spielten im Modus „Jeder gegen Jeden“ jeweils zweimal 10 Minuten gegeneinander. Das Ergebnis aus beiden Halbzeiten wurde addiert und ergab das Endergebnis.

Folgende Mannschaften nahmen am Turnier teil:
die Kobras Eins und Zwei aus Dinslaken,
der ECE Eppelheim,
die TUS Wiehl Pinguins,
der ESC Jonsdorf,
die Kölner Haie,
Girls Eishockey.DE
die Crocodiles aus Hamburg
und wir, die SG Hannover/Wedemark.

Die Masse von uns reiste bereits am Freitag an und machte es sich in den Hotels der umliegenden Gemeinden bequem. Am Samstag trafen wir uns dann um 07:45 in der Kabine. Kabine? Naja – Aufgrund von Platzmangel hatten die Organisatoren aus Dinslaken kurzerhand ein beheiztes Zelt neben der Halle für uns aufgebaut. Dieses teilten wir uns mit den Crocos aus Hamburg. Das klappte super, auch wenn es teilweise etwas kuschelig war.
Wir packten wie immer unsere Sachen aus, richteten uns häuslich ein und flitzten mit Trainer Julian los, um uns warm zu machen. Betreuer Niels, Mannschaftsführerin Carmen und Julian selbst verpackten uns anschließend in unsere Eishockeykluft und dann konnte es losgehen.

Wir standen pünktlich auf dem Eis und bestritten unser erstes Spiel gegen die zweite Mannschaft der Kobras aus Dinslaken. Die Kobras hatten ihre Teams so zusammengestellt, dass die Stärkeren mit den Schwächeren gemeinsam spielten. So ergaben sich zwei ausgewogen starke Mannschaften und man vermied es, dass das vermeintlich schwächere Team total unter die Räder kam. Unser Spiel entwickelte sich jedenfalls recht ausgewogen und durchaus auf Augenhöhe. Wir hatten noch ein paar Anfangsprobleme, ins Spiel zu finden. Teils, weil der Motor noch nicht lief und teils, weil sich die Reihen wegen ihrer Zusammenstellung erst finden mussten. Unsere Verteidigung lief noch nicht rund und agierte teilweise noch recht lasch. Es fehlte noch die Initiative, aktiv auf den Gegner zu gehen. Dieser Mangel wurde jedoch von den Sturmspitzen mit ein paar Toren kompensiert und da wir ein paar mehr davon hatten als die Kobras, gewannen wir unser erstes Spiel.

Es erwartete uns eine längere Pause, in der andere Teams spielten und das Eis bereitet wurde. Das war während des Turnieres einmal öfter der Fall und wir nutzten die Zeit zur Regeneration.

Unser zweites Spiel bestritten wir gegen den ECE Eisbären Eppelheim. Diese Truppe sagte uns noch so gar nichts. Machte aber nichts, denn auf Los konnte es losgehen. Während der Gegner mit einem sehr guten Passspiel durchaus überzeugen konnte, waren es bei uns auch in diesem Spiel noch viele Einzelaktionen, welche uns letztendlich nach vorn brachten. Das war zwar nicht im Sinne des Erfinders – aber doch sehr effektiv. Und da die Abwehrarbeit in unseren Reihen zunehmend besser funktionierte, konnten wir das gute Passspiel der Eisbären letztendlich fast wirkungslos machen. Die Stürmer erledigten ihre Sache vorne so gut, dass wir wieder mehr Tore schossen als kassierten und erneut als Sieger vom Feld gingen. Wie hätte Per Mertesacker wieder gefragt – Wollt ihr, dass wir gewinnen oder wollt ihr, dass wir schön spielen? Egal – die Bilanz stimmte erst mal.

Als nächstes stand das Nordderby auf dem Programm. Es ging gegen die Crocos aus Hamburg – unsere Zeltbuddies. Über die komplette Saison zeigte sich anhand der Spiele gegen das Team aus dem höheren Norden unsere eigene spielerische Entwicklung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Niederlagen im Spielbetrieb der Niedersachsenliga gegen die Crocodiles, konnten wir bis heute mehr und mehr Siege einfahren. Die Grundangst, welche wir zu Beginn der Saison hatten, haben wir mittlerweile abgelegt. So spielten wir auch jetzt wieder freudig auf. Mehr und mehr wurde in allen Reihen zum Passspiel übergegangen, auch wenn es noch nicht immer optimal funktionierte und der ein oder andere Puck auch mal verloren ging. Thilo im Tor vernichtete einige Chancen des Gegners und bügelte erneut Fehler in der Abwehr einer jeden Reihe aus. Das machte er so gut, dass sein Kasten sauber blieb. Und da wir in dem Spiel ein paar Tore schießen konnten, fuhren wir einen sehr klaren dritten Sieg ein.
Unser viertes und letztes Spiel des Tages bestritten wir gegen die zweite Mannschaft der Hausherren – die Dinslaken Kobras. Das Team agierte in etwa wie deren andere Mannschaft, hielt aber vor allem in der Abwehr besser gegen unseren Sturm stand. Es war gar nicht so einfach, die gegnerischen Reihen zu durchbrechen. Aber auch unsere Abwehr stand sehr gut und ließ nicht mehr allzu viel anbrennen. Mittlerweile funktionierte es ganz gut, aktiv auf den Gegner zu gehen und nicht drei Meter vorher Halt zu machen in der Hoffnung, dass das Wedeln des Schlägers Abwehr genug ist. Unsere Stürmer schafften es doch noch, die Abwehr der Hausherren zu umkurven und den Puck ein paar Mal im Netz zappeln zu lassen. Daher – vierter Sieg im vierten Spiel und Anführer der Tabelle nach dem ersten Spieltag.

Wir trafen uns mit der Masse anschließend zum gemeinsamen Pizzaessen in einer schönen Pizzeria, welche im Vorfeld einiges bei den Reservierungen durcheinander brachte, sich aber aufopferungsvoll um Schadensbegrenzung bemühte und letzten Endes ein sehr gutes Essen servierte. Danach ging es in die Hotels und ab ins Bett.
Am nächsten Morgen trafen wir uns um 08:00 Uhr wieder in der Eishalle und machten uns fertig für die letzten vier Spiele. Konnten wir an unsere guten Leistungen des Vortages anknüpfen?

Das erste Spiel des Tages versprach Spannung schon vom Namen des Teams her. Es ging gegen die Kölner Haie. Ein durchaus ernstzunehmender Gegner. Dachten wir zumindest. Entsprechend spielten wir zu früher Stunde recht gut auf. Es wurde ein sehr schönes Passspiel gezeigt und relativ schnell war klar, dass wir in diesem Spiel sehr gut mithalten konnten und hohe Chancen auf den Sieg hatten. Durch einen kräftigen Schuss unseres Sturmes auf das gegnerische Tor, bei dem der Puck dummerweise das Visier des Kölner Goalies traf und es dabei zu Bruch ging, kam es dann zu Turbulenzen, die uns fast den sicheren Sieg kosteten. Nach dem Visierbruch gab es offensichtlich eine Spielunterbrechung, die wir als Team nicht mitbekommen haben, weil sie nicht eindeutig deklariert wurde. Daraufhin kamen wir mit unseren Wechseln durcheinander und hatten zu wenig Spieler auf dem Eis. Das Ergebnis daraus waren zwei Gegentore und ein angesäuerter Trainer – geholfen hat es den Kölnern trotzdem nicht. Nachdem wir unsere alte Ordnung wieder hergestellt hatten, schossen wir schnell noch ein paar Tore und am Ende hatten wir dieses Raubtier gebändigt. Es lief für uns im Turnier.

Das nächste Spiel war so etwas wie eine Vorentscheidung im Turnier. Die Crocos, welche uns dicht auf den Fersen waren, hatten es in ihren verbleibenden Partien mit den leichteren Gegnern zu tun. Wir mussten jetzt gegen den ESC Jonsdorf ran – eine Truppe aus dem Zittauer Gebirge, welche sich im Turnier bislang auch sehr gut geschlagen hatte. Und dieses Spiel hatte es in sich und war an Spannung nicht zu überbieten. Ein echtes Herzschlagspiel, bei dem für beide Teams alles drin war und bei dem sich alle Trainer und Betreuer die Seele aus dem Leib gebrüllt und Anweisungen, sowie Hinweise gegeben haben. Beide Seiten schenken sich gar nichts und die Tore fielen sehr wechselseitig. Unsere Kufencracks machten ihre Sache aber sehr gut. Die Sturmspitzen wühlten sich durch den Gegner und Reihe eins zeigte erneut ein sehr gutes Passspiel, mit welchem es den Gegner über das Eis jagte und versuchte, müde zu machen. Aber auch unsere zweite und dritte Reihe überzeugte mehr und mehr mit den gezeigten Leistungen und allesamt trugen dazu bei, dass wir dieses Spiel, wenn auch sehr knapp, für uns entscheiden konnten. Trotzdem einen großen Respekt an unseren Gegner und vielen Dank für ein tolles Spiel.

Wieder gab es eine kurze Pause und das Eis wurde aufbereitet. Die Eisaufbereitung erfolgte im Übrigen sehr regelmäßig, sodass immer eine vernünftige „Arbeitsfläche“ vorhanden war.

Unser vorletztes Spiel bestritten wir gegen eine reine Mädchenmannschaft – dem Team GirlsEishockey – einem Verein mit Sitz in Hammelburg. Die Hauptgefahr bei diesem Spiel bestand darin, den Gegner zu unterschätzen oder unter Umständen zu „Beschützerhaft“ an das Spiel heranzugehen. Getreu dem Motto – Sind ja Mädchen, können uns nichts und wir dürfen aber auch nicht zu doll spielen. Alles Schnickschnack. Die Mädels trugen dieselbe Schutzausrüstung und konnten einiges ab. Zimperlich spielten sie auch nicht. Und somit konnten wir auch ganz befreit aufspielen und unser Ding durchziehen. Einige Male schlampte die Verteidigung und zwar in allen Reihen. Aber Retter Thilo im Tor machte alles zunichte und hielt jeden Puck sicher sowie seinen Kasten erneut sauber. Unsere Stürmer machten vorne alles klar und der Sieg war mal wieder unserer.

Bilanz vor dem letzten Spiel: Sieben Siege aus sieben Spielen. Das roch dann doch sehr stark nach Turniersieg. Aber – erst nach dem letzten Spiel wird abgerechnet.

Und das spielten wir gegen die Wiehl Pinguins. Die kleinen Pinguine hatten eigentlich nichts zu verlieren und hätten völlig befreit aufspielen können. Leider konnten sie im gesamten Turnierverlauf noch keinen Sieg einfahren. Allerdings hatten sie ihr Spiel gegen die Kölner Haie nur sehr knapp verloren und wollten nun wenigstens von uns zwei Punkte abhaben.

Dass wir da etwas gegen hatten, kann sich sicher jeder vorstellen. Wir haben nach vorne so viele Tore geschossen, dass wir mit dem Zählen nicht mehr hinterher gekommen sind und haben uns in der Wiehler Hälfte festgebissen. Das Ergebnis konnte nicht deutlicher zu unseren Gunsten ausfallen. Nach zwanzig Minuten hieß der Spiel- und Turniersieger SG HANNOVER/WEDEMARK. Nach der Schlusssirene flogen Schläger und Handschuhe auf das Eis und Goalie Thilo bekam kaum noch Luft, weil sich alle auf ihn warfen. Die Freude war bei allen sehr groß und schnell wurde noch eine „Raupe“ auf das Eis gezaubert.

Anschließend ging es noch fix zur Siegerehrung. Wir bekamen einen Pokal, machten erst mit den Crocos ein gemeinsames Mannschaftsfoto der „Macht aus dem Norden“ und dann noch unser individuelles Mannschaftsfoto, bevor es ab in die Kabine zum Umziehen ging und wir uns dann alle langsam nach Hause machten. Ein sehr schönes und vor allem toll organisiertes Turnier ging zu Ende.

Fazit: Auch bei diesem Turnier war eine kontinuierliche Steigerung aller Spieler über die Turnierzeit zu erkennen. Die Verteidigungsarbeit war nach wie vor nicht immer optimal, erfuhr aber ebenfalls eine Verbesserung. Hier wurde vor allem positiv an der aktiven Verteidigung gearbeitet. Es gab mehr Passspiel zu beobachten, so dass sich Pass- und Einzelaktionen dieses Mal ganz gut die Waage hielten. Auf unsere Leistung und den Turniergewinn können wir stolz sein.

Vielen Dank an unsere „Gastarbeiter“ von den Halle Saale Bulls Ben, Martin, Nikita, Jann und Ferdinand – Good Job Jungs. Es war ausgesprochen angenehm mit euch und euren Eltern. Vielen Dank auch an alle Organisatoren aus Dinslaken, an alle mitgereisten Eltern und an den Trainer, sowie die Betreuer.

Die Tore für unser Team schossen: Jann Rößner, Till Schulz, Ben Steinke, Leon Hakelberg, Martin Heinrich, Jonas Karch, Nikita Shirobokov, Fynn Hafner, Ferdinand Stein

Unser Team in Dinslaken: Tor: Thilo Wahle – Feld: David Schneider, Jann Rößner, Moritz Eichhorn, Ben Steinke, Jonas Karch, Niklas Karch, Martin Heinrich, Till Schulz, Nikita Shirobokov, Leon Hakelberg, Ferdinand Stein, Karl Fascher, Fynn Hafner – Trainer: Julian Philipp – Betreuer: Niels Eichhorn und Monique Wahle – Mannschaftsführerin: Carmen Wartenberg [NE]


2018-03-30T14:04:03+00:00 24.03.2018|

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